Verhaltenstherapie
Mehr Handlungsspielraum trotz schwieriger Gedanken und Gefühle.
Wissenschaftlich fundierte Psychotherapie soll verständlich, wertschätzend und im Alltag hilfreich sein.

Verhaltenstherapie als Grundlage
Die Verhaltenstherapie ist das Richtlinienverfahren, auf dem meine psychotherapeutische Arbeit beruht. Sie geht davon aus, dass Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen und Verhalten miteinander zusammenhängen und dass hilfreiche Veränderungen schrittweise gelernt, geübt und im Alltag erprobt werden können.
Am Anfang steht eine sorgfältige diagnostische und therapeutische Klärung: Was belastet? In welchen Situationen tritt die Schwierigkeit auf? Was hilft kurzfristig, hält das Problem aber langfristig vielleicht aufrecht? Welche Ziele sind für das Kind, den Jugendlichen und die Familie realistisch und bedeutsam?
Darauf aufbauend werden Behandlungsschritte gemeinsam geplant. Je nach Alter und Anliegen können dazu Informationen über Gefühle und Symptome, Übungen zum Umgang mit belastenden Gedanken, Verhaltensexperimente, Expositionen, Eltern- oder Bezugspersonengespräche und alltagsnahe Übungsaufgaben gehören.
ACT-basierte Methoden als Ergänzung
Ergänzend können ACT-basierte Methoden (Acceptance and Commitment Therapy), achtsamkeitsbasierte Methoden und Ansätze zur Emotionsregulation in die Behandlung einfließen, wenn sie zum Alter, zum Anliegen und zu den individuellen Therapiezielen passen.
Im Mittelpunkt steht weniger eine theoretische Erklärung von ACT, sondern die praktische Frage: Was hilft diesem Kind oder Jugendlichen, mit belastenden Gedanken und Gefühlen flexibler umzugehen und wieder mehr von dem zu tun, was im eigenen Alltag wichtig ist?
Was kann das praktisch heißen?
Bei Ängsten kann es zum Beispiel darum gehen, Vermeidung zu verstehen und mutige, überschaubare Schritte zu planen. Bei belastenden Gedanken kann geübt werden, Gedanken als Gedanken zu erkennen, statt ihnen automatisch folgen zu müssen. Bei starken Gefühlen kann es hilfreich sein, Körperreaktionen, Auslöser und hilfreiche Handlungsalternativen besser kennenzulernen.
Mit Kindern geschieht dies altersgerecht, häufig spielerisch, bildhaft und mit konkreten Übungen. Mit Jugendlichen kann stärker sprachlich, werteorientiert und selbstreflexiv gearbeitet werden. Eltern und Bezugspersonen werden abhängig von Alter, Entwicklungsstand und Anliegen einbezogen.
Wann wird erst genauer geprüft?
Nicht jede Belastung braucht sofort Psychotherapie, und nicht jede Methode passt zu jedem Anliegen. Vor einer Behandlung werden deshalb die aktuelle Situation, mögliche Risiken, körperliche oder medizinische Einflussfaktoren, schulische und familiäre Belastungen sowie die persönliche Motivation berücksichtigt.
Wenn eine andere Hilfeform vorrangig oder ergänzend notwendig erscheint, wird dies offen besprochen. Eine ambulante Psychotherapie beginnt erst nach persönlicher Klärung, fachlicher Indikationsstellung und ausdrücklicher Terminvereinbarung.
Fachlicher Rahmen
Die Behandlung erfolgt im Rahmen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie mit Fachkunde im Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie. ACT-basierte und achtsamkeitsorientierte Methoden können die verhaltenstherapeutische Arbeit ergänzen, wenn sie fachlich sinnvoll sind und zum Alter, Anliegen und Therapieziel passen.
Fachlich verantwortlich für diese Seite ist Stefanie Schulz, approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Stand: Juli 2026.